modforge unterwegs auf der CeBIT 2005

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Wir haben uns auf der CeBIT 2005 mit einigen Herstellern getroffen um diese zu ihren aktuellen Produkten zu befragen und uns die neuesten Informationen zu kommender Hardware zu besorgen. Wir haben viele Fotos von unserem Besuch gemacht und die wichtigsten Fakten für unsere Leser in diesem Bericht zusammen gefasst.

Veröffentlicht am 03. März 2005 von Moritz.

Einleitung

Wir möchten euch in dieser Reportage unseren Besuch auf der diesjährigen CeBIT in Hannover präsentieren. Wir haben sieben Hersteller besucht, die neuesten Produkte bestaunt und unsere Ansprechpartner zu kommender Hardware ausgefragt. Auch haben wir es uns nicht nehmen lassen einige Fotos zu schießen, die wir passend in diesen Artikel eingebunden oder in einer eigenen Galerie veröffentlicht haben.

Ein großes Dankeschön für die nette Betreuung gilt allen von uns besuchten Herstellern.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen. Bei Fragen und Anregungen - auch an die Hersteller - wendet euch an uns und wir leiten es gegebenenfalls weiter.

Albatron

Albatron stellte sowohl eine Vielzahl neuer als auch schon bekannter Grafikkarten vor. Hierbei will man sich vor allem auf den Mainstream-Bereich konzentrieren und dabei ausschließlich auf nVidia setzen. Es waren Modelle von 6200 bis 6800 Ultra ausgestellt. nVidias High-End-Chip GeForce 6800 ist wie bei den meisten anderen Herstellern sehr schlecht lieferbar. Albatron setzt daher auf die dagegen gut verfügbaren Chips 6600 und 6600GT.

Als Kühlvariante bekamen wir eine umgedrehte Heatpipekühlung zu sehen. So garantiert der natürliche Wärmefluss dass sich über der Karte keine heisse Luft staut. Ein Verfahren, dass wir wohl nicht zum letzten Mal gesehen haben.

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Weiterhin konnten wir das bisher kompakteste Mainboard mit Scalable Link Interface (SLI) bestaunen, das uns bisher unter die Augen gekommen ist. Diese platzsparende Bauweise ist auch für weitere Hauptplatinen geplant.

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Zum Thema Barebones musste Albatron uns leider enttäuschen, denn diese werden weiterhin nur in Lateinamerika und im mittleren Osten verkauft.

Club 3D

Club 3D präsentierte sich auch dieses Jahr als einer der vielseitigsten Hersteller von Grafikkarten. Sowohl ATi als auch nVidia, S3 und XGI produzieren Chips, die Club 3D auf seinen Karten verbaut. Um in diesem riesigen Angebot die Karten auseinander halten zu können, bleiben die Niederländer ihrer Politik treu und drucken die genaue Chipbezeichnung auf die Retailverpackung, die je nach Chiphersteller auch farblich gekennzeichnet ist.

Mit der XGI Volari V3XT präsentiert Club 3D eine Karte, die vor allem im Wohnzimmer Freunde finden wird. Durch seine DirectX 9-Unterstützung ist der Chip auch für Spiele geeignet, zielt durch die HDTV-Fähigkeit jedoch klar auf die sogenannten Wohnzimmer-PCs ab. Die geringe Bauhöhe und die passive, geräuschlose Kühlung machen sie zur idealen Grafikkarte für den Einbau in sehr flachen Gehäusen. Club 3D liefert zudem zu jeder Low-Profile-Karte drei unterschiedliche Slotblenden mit, die dem Käufer hohe Flexibilität beim Einbau bieten.

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Auch die All-In-Wonder-Modelle mit ATi-Chipsatz sind wieder zurück. Club 3D präsentierte uns drei Varianten der sehr beliebten Grafik-/Video-Kombination: Die erste Variante hat einen X600 PRO-Chip (ZAP-TV4220) und soll Gelegenheitsspieler ansprechen. Als Mainstream-Modell ist die ZAP-TV4300 mit einem X800 SE-Chip und 128 MB Graphical Double-Data Rate (GDDR) 3-Speicher bestückt. An den ambitionierten Spieler richtet sich die High-End-Variante mit einem X800 XT mit 256 MB GDDR3-Speicher.

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Alle Produkte werden mit einem gut bestückten Softwarebundle sowie dem Rennspiel Colin McRae Rally ausgestattet. Club 3D betonte hierbei besonders, dass keine Grafikkarten mit sogenannten 3D-Shootern ausgeliefert werden. Unserer Meinung nach die richtige Einstellung, denn viele Computerspieler befinden sich im Alter zwischen 14 und 18 Jahren.

Auch für S3 und deren neuen DeltaChrome s8-Chip stellt Club 3D eine Plattform bereit. Besonders fällt hierbei die gute HDTV-Unterstützung auf (Encoding, Hi-Def DirectX 9.0, nativer HDTV-Support).

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Zu guter Letzt bekamen wir noch die X800 XL-Karte von Club 3D zu sehen. Diese wurde bereits in der GameStar getestet und für gut befunden. Wir bekamen sowohl die PCIe- als auch die AGP-Version mit dem integrierten Wandler vor die Kamera.

Die X800 XL ist laut Club 3D sofort lieferbar (PCIe) und auch die AGP-Variante soll in den nächsten Wochen käuflich zu erwerben sein.

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Hitachi

Um die neuesten Speicherlösungen zu begutachten, statteten wir Hitachi einen Besuch ab.

Besonders interessant für den Desktop-Markt war die Vorstellung der Deskstar 7K500 mit maximal 500 GB, Native Command Queue (NCQ)-Technologie und Serial Advanced Technology Attachments (S-ATA)-II-Interface. Spätetens Ende des zweiten Quartals soll diese Platte zusätzlich als ATA133-Version verfügbar sein. Benchmarks sind bisher leider noch Mangelware.

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Auch das aus dem Creative Muvo bekannte MicroDrive wurde weiter entwickelt. Es soll ab Herbst diesen Jahres in einer Größe von 10 GB verfügbar sein. Auf unseren Fotos haben wir zum Vergleich ein 50-Cent-Stück neben die Platte (ohne Anschlussadapter) gelegt. Desweiteren präsentierte man uns eine 1,8" große Festplatte mit 30 GB und einem CE-Anschluss, die besonders in Sub-Notebooks eingesetzt werden soll.

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Für Notebooks in Standardgröße bietet Hitachi jetzt eine 2,5" große Festplatte mit 100 GB und 5400 U/min. Damit ist dies einer der zur Zeit größten Datenträger im 2,5"-Format.

Sapphire

Auf dem Stand von Sapphire wurden wir wir mit einer ganzen Kiste voller Hardware zum Begutachten und Fotografieren versorgt.

Im Bereich der Grafikkarten war besonders der x800 XL-Chip mit der neuen AGP-Bridge interessant. Diese Version der eigentlich für PCIe ausgelegten Grafikkarte ist durch die direkte Integration der Wandlerplatine um einiges länger als die PCIe-Version. Des Weiteren konnten wir die Spitzenmodelle X850 XT PE und X850 XT bewundern. Auch die schon vor der CeBIT veröffentlichte TOXIC X700 PRO war in der Vitrine zu entdecken. Gerüchten zufolge soll sich auf der Karte der ausgemusterte X700 XT-Chip verstecken.

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Wie schon von früheren Grafikkarten bekannt gibt es ab sofort wieder eine Ultimate Edition. Für diese Serie werden X800-Grafikboards mit einem leisen Lüfterkühler von Zalman bestückt.

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Neu im Angebot von Sapphire ist eine reine Videochip-Karte mit Video In Video Out (VIVO) für PCI. Diese wird voraussichtlich den Namen "Theatrix" tragen.

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Eine große Überraschung gelang Sapphire mit einem neuen Mainboard. Dieses stach insbesondere durch seine Optik aus der Masse heraus: Ein weißes Printed Circuit Board (PCB) mit roten Slots und einem riesigen ATi-Logo auf der Rückseite. Auch die technischen Daten können sich sehen lassen: acht S-ATA-II-Anschlüsse, Digital Visual Interface (DVI)-Anschluss mit HDTV-Fähigkeit sowie einen PCIe-x16-Anschluss. Wir hatten gehofft, ein Dual-PCIe-x16 Board sehen zu können, welches eine Dual-Grafiklösung seitens ATi wieder wahrscheinlicher gemacht hätte. Das war jedoch nicht der Fall. Unklar ist ebenfalls um welchen Chipsatz es sich handelt, denn Sapphire hüllt sich in Schweigen um dessen Namen und Herkunft. Klar ist hingegen, dass das Board sowohl für Prozessoren von Intel als auch AMD erscheinen soll.

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Im Bereich Software hat sich ebenfalls einiges getan. So präsentierte Sapphire uns seine eigenen Windows-Software zum Übertakten der Grafikkarte. Die Software, die auf den Namen "Trixx" hört, kann aber auch zum besonders leisen Betrieb der Grafikkarte genutzt werden. Beim Übertakten ermittelt die Software automatisch den höchstmöglichsten Takt.

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Um die Käufer von High-End-Karten auch durch PC-Spiele zu gewinnen gibt es jetzt das sogenannte "Sapphire-Select". Dahinter verbirgt sich nichts geringeres als eine 10 GB große DVD mit Demos von acht aktuellen Spielen. Diese kann der Käufer ausgiebig testen und sich danach für ein Spiel entscheiden, welches dann per Code freigeschaltet werden kann. Weitere Spiele können für einen vergünstigten Preis erworben werden. Sicherlich ein Angebot, das Schule machen dürfte.

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Yakumo

Bei unserem Besuch des Yakumo-Standes stellte man uns eines der heißbegehrten Notebooks mit AMDs Turion 64 vor. Dieses ist in den nächsten Wochen für 999 € UVP (unverbindlich empfohlener Verkaufspreis) verfügbar. Es besitzt das exakt gleiche Design wie das von uns getestete Q8M Mobilium YW. Wir hoffen in einem kommenden Test klären zu können, wie schnell der Turion 64 wirklich ist und insbesondere wieviel Abwärme er produziert und damit eventuelle bisherige Kritikpunkte beseitigt.

Des Weiteren konnten wir einige preisgünstige Navigations-PDAs mit Bluetooth bewundern. Diese können im Auto eingesetzt werden und übernehmen sowohl die Navigation als auch das Telefonieren über ein Bluetooth-Headset. Das Paket ist mitsamt einer 256 MB-Speicherkarte für 699 € UVP ab sofort zu verfügbar.

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Creative

Creative zeigte uns die überarbeitete Version des MuVo Micro N20, der jetzt in zehn verschiedenen Farben zu haben ist. Laut Creative gab der Erfolg der verschiedenfarbigen Zen Micro den Ausschlag für diese Entscheidung. Weiterhin konnten wir den Zen Micro Photo bewundern, der auf der CeBIT seine Premiere in Europa hatte. Er hat ein OLED (organic light-emitting diode, organische Leuchtdiode)-Display für kräftigere Farben und einen gesenkten Stromverbrauch. Dieses Display und die überarbeitete Firmware machen es zudem möglich, Fotos auf dem Gerät zu betrachten. Der Zen Micro Photo unterstützt Digital Rights Management (DRM), lässt dem Benutzer allerdings die Wahl, ob er es einsetzen möchte oder nicht.

Im Bereich der Kopfhörer konnten wir eine neuartige Methode der drahtlosen Übertragung ausprobieren, bei der die Daten über ein magnetisches Nahfeld übermittelt werden. Creative hofft, dass durch den Verzicht auf den Einsatz von Standard-Funkverfahren die Übertragung nicht mehr durch die Vielzahl heutiger Funknetze wie Wireless Local Area Network (WLAN) oder Bluetooth gestört wird. Bis zu 1,7m Reichweite soll diese Übertragungstechnik bieten und ist damit insbesondere für den Einsatz mit einem mobilen Player gedacht. Der deutlich geringere Stromverbrauch dieser Technik kommt da wie gerufen. Ende diesen Jahres soll die Technik marktreif sein.

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Mit dem HN 700 durften wir einen weiteren Kopfhörer testen. Dieser blockt auf Knopfdruck alle niederfrequenten Töne der Umgebung. Zu unserem Erstaunen konnten wir dem Gespräch mit dem netten Creative-Mitarbeiter trotzdem weiterhin folgen. Als wir über den Kopfhörer Musik hörten, wurde die Klangqualität nicht durch den aktivierten Filter beeinträchtigt, sondern wirkte sogar noch viel klarer und klangvoller - wir waren begeistert!

Memorysolution

Bei Memorysolution, die im Speicher-Bereich unter anderem Infineon, deren Ableger Aeneon sowie takeMS vertreten, konnten wir einige der weltweit ersten 512 MB-Double-Data Rate (DDR)2-667-Module für Notebooks begutachten. Diese Speichergröße wird im Moment noch durch RAM-Bausteine erreicht, die fast doppelt so groß sind wie die Standardausführung.

Die Low-Cost-Marke Aeneon wird auch in Zukunft wohl nie direkt zum Endkunden gelangen, sondern nur in die PC-Massenfertigung geliefert werden.

Besonders im Serverbereich wartet man sehnlichst auf die Einführung von Fully Buffered (FB)-Dual In-Line Memory Module (DIMM)-Modulen. Diese werden von Memorysolution Ende des Jahres verfügbar sein. Beim Thema DDR3 wollte man sich hingegen zu diesem Zeitpunkt noch nicht festlegen.

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Auch im Bereich MP3-Player konnten wir einen Neuerscheinung sichten: Ein USB-Stick mit MP3-Fähigkeit und Diktiergerät aus dem Hause takeMS fand sich in der Vitrine. Die Veröffentlichung dauert jedoch noch mindestens zwei Wochen, da die Integration eines hochwertigen Radiomoduls noch nicht abschließend geklärt ist.

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Fazit

Zusammenfassend konnten wir feststellen, dass die Hersteller auch dieses Jahr ihre Hausaufgaben gemacht haben. Wir entdeckten bei unserem Besuch viel Neues und konnten frische Ideen bewundern. An dieser Stelle möchten wir den Herstellern noch einmal für die freundlichen und informativen Gespräche danken!

Eine Frage bleibt jedoch wie jedes Jahr offen: Wer wird mit seinem Konzept und seinen neuen Produkten das Rennen machen. Das wird sich im Laufe der nächsten Wochen und in nicht mehr ganz einem Jahr bis zur CeBIT 2006 zeigen, wir dürfen also gespannt bleiben.

Wer nicht noch nicht genug gesehen hat, findet in unserer Galerie zur CeBIT 2005 noch viele weitere Impressionen von der größten Computermesse der Welt.

Wir hoffen dass es uns gelungen ist, unseren Lesern mit dieser Reportage einige interessante Neuerungen näherzubringen. Für Feedback sind wir wie immer dankbar.