Asus M6800 Notebook
Mit einem Intel Pentium M 1,5 GHz und einer ATi Radeon 9600 Mobile ausgerüstet fand das Asus M6800 den Weg zu uns. Die Verarbeitung von Kohlefaser versprach zudem ein sehr geringes Gesamtgewicht.
Veröffentlicht am 01. Januar 2004 von Nico.
Einleitung
Mit dem Asus M6800 Notebook stellen wir Euch eines der ersten Intel Centrino-Notebooks mit integrierter ATI Radeon 9600-Grafikkarte vor. Jetzt mag der ein oder andere denken, dass es sich um ein reines Zockernotebook handelt - dies ist jedoch weit gefehlt. Durch die Centrino-Technologie hat es Intel Asus ermöglicht, ein leises und leichtes, vor allem aber auch leistungsstarkes Notebook zu bauen.
Das Asus M6800 wirkt auf den ersten Blick schon sehr elegant und formschön. Das Display ist in Silber gehalten, der Rest des Gehäuses in edlem Anthrazit. Mit dieser Farbe geht eine Besonderheit des Asus M6800 einher, auf die wir später näher eingehen werden.
Lieferumfang / Spezifikationen
Beim Kauf des Notebooks ist Folgendes dabei:
- Asus M6800 Benutzerhandbuch
- Asus optical Mouse
- Asus Notebooktasche
- Garantiekarte
- Akkuzusatzslotblende
- Modemkabel
- Teleadapter für das Modemkabel
- Stromkabel
- Netzteil für externe Stromversorung
- Gunmetal (Spiel)
- Battle Engine Aquila
- Games Power Collection (Colin McRae Rally u.a.)
- Nero Express 5
- Cyberlink PowerDirector
- Asus DVD
- Cyberlink Media@Show SE
- Treiber CD
Der Lieferumfang lässt keine Wünsche offen. Eine kleine Traveler Mouse von Logitech gehört genau so dazu wie eine gut verarbeitete Notebooktasche. Mit dem dicken Spielebündel trägt Asus der Radeon 9600 Rechnung. Das einzige, was man bei dem Asus M6800 vermisst, ist das Betriebssystem. Dieses wird nicht mitgeliefert. Man muss sich also entweder ein Betriebssystem kaufen (z.B. Windows) oder man weicht auf ein kostenloses aus (z.B. Linux).
Die technischen Spezifikation des Asus M6800 Notebooks:
- Prozessor: Intel Pentium M 1,5 GHz, gesockelt
- Chipsatz: Intel 855GM Mobile Chipset
- Speicher: 2x 256 MB DDR RAM von Nanya
- CD/DVD Laufwerk: DVD/CDRW Combo Laufwerk von Toshiba, 24fach CD schreiben/lesen und 8fach DVD lesen
- Grafikchip: ATI Radeon 9600 64 MB Mobile
- Bildschirm: 15,1 " SXGA TFT, max. 1400 x 1050 Pixel
- Festplatte: IBM U-DMA 60 GB, 4200 U/min
- Schnittstellen:
- 1x parallel
- 4x USB 2.0
- 1x Firewire
- 1x Monitor-Out
- 1x CardBus-Einschub
- 1x S-Video-Out (NTSC/PAL)
- 1x Gigabit-LAN
- 1x 56 Kbps-Data/Fax-Modem
- 1x Infrarot
- 1x SmartCard-Einschub
- 1x Lautsprecher/Kopfhörer/Line-Out
- 1x Line-In/Mikrofon
- 1x Mikrofon
- 1x AudioDJ-Funktion
- 1x Stromnetzanschluss
- Sound: SigmaTel C-Major Audio
- Eingabegeräte: Tastatur, Touchpad, Schnellzugriffstasten
- Betriebssystem: keins
- Garantie: 36 Monate weltweit
- Akku: Lithium-Ionen-Akku
Äußere Erscheinung und Ausstattung (1)
Das Asus M6800 wirkt von Außen sehr edel. Das Display ist in Silber gehalten, der Rest des Gerätes in Anthrazit. Wie eingangs erwähnt hat es mit dem Anthranzit etwas besonderes auf sich: Das Asus M6800 ist komplett aus Kohlefaser gefertigt. Dies ist ein Rohstoff, der sehr leicht und robust ist. Man verwendet ihn so z.B. in der Formel 1. Und in der Tat, wenn man das Asus in die Hand nimmt, wirkt es sehr leicht, aber trotzdem nicht billig oder wackelig. Im zugeklappten Zustand strahlt einem das Asus-Logo auf der Außenseite des Displays entgegen.
Wenn man das Notebook aufklappt und einschaltet, fällt einem sofort der von blauem Licht umrandete Powerbutton ins Auge. Auch die Festplatten-, Lauferks- sowie WLAN-LEDs strahlen in hellem Blau. Am unteren Teil des Displays prangt ebenfalls - wie schon auf der Außenseite - das Asus-Logo. Die Tastatur ist von einer Kautschukfassung umgeben und macht es dem Benutzer angenehmer, seine Hände abzulegen.
Was die Ausstattung anbelangt, so verfügt das M6800 über ein sogenanntes HotSwap-Combo-Laufwerk. Dieses kann während des laufenden Betriebs herausgezogen und durch einen nicht im Lieferumfang enthaltenen Zusatz-Akku ersetzt werden. Um diesen einsetzen zu können liefert Asus eine passende Blende mit dem Notebook aus.
Unter der zu öffnenden Abdeckung an der Unterseite des Notebooks verbirgt sich einer von zwei RAM-Riegeln. Beide Slots sind mit jeweils 256 MB bestückt. Will man später nachrüsten, so muss man leider einen der beiden Riegel durch einen Größeren ersetzen.
Äußere Erscheinung und Ausstattung (2)
Wie es bei Centrino-Notebooks üblich ist, so ist es beim M6800 auch nicht anders: In Kooperation mit dem Pentium M setzt Asus eine 11 Mbit-WLAN-Karte ein; sie arbeitet nach dem 802.11b-Standard. Im Test erreicht sie durchweg gute und konstante Werte. Sowohl in der Universität (Downloadraten von mehr als 500 kb/s sind keine Seltenheit) als auch in heimischen Gefilden (wir setzen den Netgear-Router WGT624 mit 108 Mbit/s ein) gab es auch bei größeren Distanzen und durch mehrere Wände hindurch keine Probleme.
Die Abwärme des Prozessors wird durch eine Heatpipe nach Außen geführt und dort von einem Lüfter heruntergekühlt. Dieser springt jedoch äußerst selten an; nur bei extremer Beanspruchung wie z.B. 3D-Spielen.
Das Display ist ein 15,1" großes SXGA-TFT-Panel. Es unterstützt eine maximale Auflösung von 1400 x 1050 Pixeln. Das Kontrastverhältnis ist gut bis sehr gut. Die Ausleuchtung des Displays lässt keinen Punkt für Kritik; sowohl in Strategiespielen als auch 3D-Shootern ist es schnell genug. Diese Aussagen lassen sich natürlich nur aus unserer subjektiven Sicht treffen. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte man sich vor Ort beim Händler das Display anschauen.
Die ATI Radeon 9600 Mobile ist mit eigenen 64 MB DDR-SDRAM ausgestattet und wird mit vollem Takt betrieben. Sie ist zur Zeit das Flagschiff von ATI im mobilen Bereich und aktuell auch laut Benchmarks von anderen, bekannten Hardwareseiten von NVidia-Modellen nicht zu schlagen. Nachher werden wir in unseren Benchmarks sehen, was der ATI 9600 Mobile wirklich leistet.
An der Rückseite des Notebooks befinden sich die Schnittstellen. Vier USB-2.0-Steckplätze, die genügend Anschlussmöglichkeiten für Geräte wie Maus, Drucker, Scanner etc. lassen, ein VGA-Anschluss für externe Monitore, ein paralleler Port, TV-Out und ein Erweiterungsanschluss.
An der linken Seite befinden sich der Modem- und Gigabit-LAN-Anschluss, ebenso die Firewire-Schnittstelle, der PCMCIA-Slot, die Infrarot-Schnittstelle, der Cardreader, die AudioDJ-Tasten und der Mikrofon- und Kopfhörereingang.
An der Vorderseite sind lediglich die Status-LEDs für CD, Akku, E-Mail und WLAN zu finden.
An der rechten Seite findet man das Combo-Laufwerk, welches wahlweise mit einem Akku getauscht werden kann, sowie die Lüftungsschlitze für den CPU-Lüfter.
Von oben betrachtet entdeckt man den blau leuchtenden Powerbutton. Neben ihm liegen fünf Schnellzugriffstasten. E-Mail, Browser, WLAN, Touchpad und schließlich die fünfte Taste. Diese ist vermutlich die interessanteste: Hinter ihr verbirgt sich die Power4Gear-Taste.
Asus gibt dem Anwender durch das Drücken dieser Taste die Möglichkeit, zwischen einzelnen Betriebsmodi zu wählen. So stehen im Netzbetrieb die Modi Super-Leistung, hohe Leistung und Spiele-Leistung zur Verfügung.
Im Modus Super-Leistung wird der Frontsidebus sogar vom BIOS übertaktet. Hier hat man jedoch den Nachteil, dass der CPU-Lüfter so gut wie immer läuft. Im Akkubetrieb kann man dann zwischen den Modi Spiel-Leistung, DVD, E-Mail/Office, Präsentation, Audio und Batterie wählen.
Je weiter man das Notebook herunterregelt, desto niedriger wird die CPU-Taktrate und desto dunkler das Display. So schafft das Notebook im E-Mail-/Office-Betrieb zwischen 4 und 4,5 Stunden Akkulaufzeit.
Ergonomie
Das M6800 hat eine europäische 89-Tasten-Tastatur, die sich wie bei jedem Notebook in verkleinerter Form in der Innenseite befindet. Hier heißt es für jemanden, der nur "große" Tastaturen von seinem Desktop-PC gewohnt ist, sich umzugewöhnen. Jemand, der es gewohnt ist auf Notebooktastaturen zu arbeiten, wird auch die Asus-Tastatur zusagen: Kein zu geringer Anschlag, stabile Bauweise und kein Durchdrücken der kompletten Tastatur wie es bei anderen, oft billigen Notebooks der Fall ist.
Das Touchpad ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Hier gilt ebenfalls: "Übung macht den Meister". Wer jedoch mit dem etwas zu empfindlich reagierendem Pad auch nach längerer Zeit nicht klar kommt, dem empfehle ich die separat beiliegende Maus zu nutzen. Dies erleichtert und beschleunigt die Arbeit enorm.
Benchmarks (1)
Den ersten Test musste das Asus M6800 mit dem 3DMark 2001 SE durchlaufen. Im ersten Benchmark stellten wir die Details in den Treibersettings auf die höchste Stufe in Textur- und Mipmap-Detailebene. Ebenso wurde der Vsync deaktiviert. Anisotropische Filterung auf 2x und Anti-Aliasing ebenfalls auf 2x gestellt. Als Treiber kommt der von Asus mitgelieferte ATI mobile-Treiber zum Einsatz, der dem aktuellen Catalyst 3.9 entspricht. 3DMark 2001SE ließen wir in der Standardeinstellung laufen: 1024 x 768 Pixel in 32 Bit.
Im zweiten Test stellten wir in den Treibersettings die Textur- und Mipmap-Detailebene auf die niedrigste Stufe. Der Vsync blieb wieder deaktiviert, ebenso anisotropische Filterung und Anti-Aliasing.
Man erkennt, dass die Spiele-Leistung des Notebooks durchaus mit Desktop-Systemen mithalten kann. Jedoch ist auch klar, dass keine Werte wie bei High-End-Desktops erreicht werden können.
Als nächstes musste sich das M6800 bei SiSoft Sandra 2004 behaupten. Erst führten wir den arithmetischen CPU-Benchmark durch:
Multimedia-Benchmark:
Bei den CPU-Benchmarks ist klar zu sehen, dass sich der Pentium M mit 1,5 GHz wie nicht anders erwartet zwischen den Modellen mit 1,4 GHz und 1,6 GHz einordnet.
Benchmarks (2)
Da die RAM-Geschwindigkeit auch eine große Rolle spielt, testen wir als nächstes den RAM-Durchsatz.
Als letztes musste das M6800 dann noch den FileSystem-Benchmark über sich ergehen lassen.
Hier ist klar festzustellen, dass die mit 4200 U/min laufende IBM Festplatte mit "großen" 3,5"-ATA-HDDs, die mit 7200 U/min laufen, nicht mithalten kann. Jedoch kann sie erfolgreich mit anderen vergleichbaren Festplatten konkurrieren und sie sogar übertrumpfen.
Fazit
Das Asus M6800 ist ein sehr gutes Spiele- und Business-Notebook. Durch seine ausgezeichnete Verarbeitung, lange Akkulaufzeit und starke Rechenpower ist es sowohl für Spieler als auch für Menschen, die viel Wert auf Mobilität legen, sehr zu empfehlen. Mit einer Akku-Laufzeit von bis zu 4,5 Stunden und der innovativen PowerGear-Funktion von Asus lässt es sich auch auf längeren Zugfahrten oder Flügen ohne Einschränkungen nutzen. Ist man mit 4,5 Stunden noch nicht zufrieden, kann man einen zweiten Akku nachrüsten und in den Combo-Laufwerksschacht einsetzen. So schafft das M6800 dann bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit.
Die Intel Centrino Technologie tut ihr Übriges dazu. ATIs Radeon 9600 wird im M6800 mit vollem Takt betrieben und hat eigene 64 MB RAM, die sie nicht mit dem Hauptspeicher teilen muss. Dies ist die ideale Vorraussetzung für hohe Frameraten in Spielen.
Abschließend bleibt zu sagen: Jeder, der auf der Suche nach einem Notebook mit hoher Mobilität und guter 3D-Performance ist, sollte sich das Asus M6800 ganz oben auf die Einkaufsliste setzen - denn für einen Preis von knapp 1600 € bekommt man zur Zeit kein vergleichbares Gerät.
Das Asus M6800 ist sowohl in der Leistung als auch in der Preis-/Leistungskategorie eine Empfehlung wert!