aquadrive Festplattenkühler

Titelbild

Wir schauen uns das aquadrive der Firma Aqua-Computer an und bieten zudem einen Vorschlag zur optimalen Dämmung mit den EvoEQ-Platinum-Dämmmatten aus dem Hause Noiseblocker. Weiterhin stellen wir das aquadrive "Special Edition" vor: Eine Version mit durchsichtiger, beleuchteter Front, die jedem Modder das aquadrive noch ein wenig schmackhafter machen soll.

Veröffentlicht am 11. November 2003 von Tobias.

Einleitung

Wasserkühlungen sind in unserer heutigen Zeit nichts besonderes mehr, doch die meisten User kühlen nur ihren Prozessor mit Wasser und bei den restlich Komponenten wird sich der Luftkühlung bedient. Dadurch wird man allerdings eher ein Overclocking-System gewinnen als einen leisen PC.

Mitunter eine der lautesten Quellen ist die Festplatte, die häufig vergessen wird. Versucht man allerdings seine Platte mit Hilfe von Dämmmatten zum Schweigen zu bringen, kann das ins Auge gehen, da besonders neue Modelle mit 7200 U/Min dazu neigen, sehr heiß zu werden. So bleibt nur noch eine Lösung: Man muss zu einem Wasserkühler greifen. Doch die Auswahl fällt da schwer; es gibt mehrere unterschiedliche Lösungen dafür auf dem Markt.

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Wir schauen uns heute das aquadrive der Firma aqua computer an und bieten zudem einen Vorschlag zur optimalen Dämmung mit den EvoEQ-Platinum-Dämmmatten aus dem Hause Noiseblocker so wie die Vorstellung des aquadrive in der "Special Edition": einer Version mit durchsichtiger, beleuchteter Front, die jedem Modder das aquadrive noch ein wenig schmackhafter machen soll.

Lieferumfang

Im Paket finden wir das aquadrive vor, das zerlegt aus folgenden Teilen besteht:

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  • die beiden eigentlichen Kühlblöcke (rechts und links)
  • Frontblende aus gebürstetem Edelstahl
  • Blende für die Anschlussseite
  • Edelstahlplatten mit Schwerschichtmatten beklebt für die Ober- und Unterseite
  • passende Inbusschrauben
  • Dämmmaterial

Layout

Das aquadrive ist schlicht und edel gehalten, die typische Edelstahloptik (2 mm stark) von aqua computer und die titanfarben eloxierten Aluminiumkühlblöcke machen optisch einiges her.

Bild 2

Sieht man sich den hinteren Teil genauer an, entdeckt man zwei Plug&Cool-Anschlüsse an den Kühlblöcken, die Öffnung für die Stromversorgung und das IDE-Kabel der Festplatte sowie die beiden Inbusschrauben, mit deren Hilfe man das aquadrive öffnet.

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Hat man die obere Platte abgenommen, zeigt sich der Plexiglas-Verbinder, der das Wasser vom einen zum anderen Kühlblock bringt.

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Dämmung

Bevor wir zu den Kühlleistungen kommen, werfen wir erstmal einen Blick auf die Dämmung. Um hier die Ergebnisse noch zu verbessern, haben wir zu den neuen EvoEQ-Platinum-Dämmmatten von Noiseblocker gegriffen. Durch diese ungewöhnlich dicken Dämmmatten erhoffen wir uns eine auch in einem PC mit Wasserkühlung unhörbare Dämmung des Laufwerkes.

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Hier einmal ein Blick auf die obere Struktur der EvoEQ-Dämmmatten.

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Der Querschnitt offenbart uns Material sowie Verarbeitung der Matten. Als Grundlage dient eine Schwerschichtmatte, auf die noch ein glaswolleartiger Stoff aufgesetzt ist, der wiederum mit einer dicken Schicht Schaumstoff und der silbernen Oberschicht abgeschlossen wird.

Bild 8

Die Ober- und Unterseite haben wir nicht verändert, da ansonsten die Platte auch keinen Platz mehr hätte. Lediglich an die Außenseiten haben wir noch zusätzliche EvoEQ-Matten geklebt.

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Kühlerlayout

Hier sehen wir den abmontierten Kühlkörper. In diesem Falle haben wir uns für einen titanfarben eloxierten entschieden. aqua computer bietet ihn zusätzlich noch in der blauen Variante an.

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Der Kühlkörper wirkt sehr massiv, und mit seinen 700 g ist er auch kein Leichtgewicht. Andererseits soll aber auch eine große Fläche gekühlt werden, deswegen lässt sich die Größe und das Gewicht wohl schlecht vermeiden. Der Kühler ist sehr gut verarbeitet, die Nut ist einwandfrei, ebenso die Bohrungen und die Kanäle.

Montage

Durch die flexiblen Einstellungsmöglichkeiten (±1 mm) passt jede Festplatte optimal zwischen die Kühlkörper. In unserem Fall ist es eine Seagate Barracude Ata IV in der 80 GB-Version, die durch ihre 7200 U/Min einiges an Wärme abgibt. Die freien Stellen haben wir zusätzlich mit den EvoEQ-Matten versehen um am Ende optimale Geräuschdämmung zu erreichen.

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Der Querschnitt zeigt nochmal den Aufbau. Hier kann man auch die schon erwähnte gedämmte Außenseite gut erkennen und zudem die ebenfalls bereits erwähnte Plexiglasröhre, die sicher auch noch einiges an Optik hergibt - doch dazu später mehr.

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Hat man die Festplatte erst einmal verstaut, fragt man sich natürlich, wie die sie und das aquadrive selbst befestigt werden. Die Festplatte wird wie nicht anders erwartet standardmäßig verschraubt, doch bei der Montage des aquadrive wird nochmal zusätzlich mit Hilfe von Gummilagern für eine möglichst weit reichende Entkopplung gesorgt.

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In einem 5,25"-Schacht verbaut gibt die gebürstete Edelstahlblende mit dem Logo von aqua computer nochmal einiges her. Besonders in Aluminiumgehäusen wie dem Lian Li PC70 (Testmodell) gehen die Blende und das Case regelrecht ineinander über.

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Modding

Um zusätzlich den Casemoddern das aquadrive schmackhaft zu machen, wurde es im letzten Jahr in der "Special Edition" veröffentlicht.

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Zum Beleuchten erschien die Plexiröhre nahezu ideal. So wurde die Alublende durch Plexiglas ersetzt und zwei LEDs (Farbe nach Wunsch) angebracht, jeweils eine links und rechts.

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Sogar im Hellen ist das aquadrive nun unübersehbar. Besonders auf LAN-Parties ist die "Special Edition" ein echter Hingucker!

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Tipp: Mit UV-LEDs in Verbindung mit UV-aktivem Kühlwasser ist der Effekt noch besser.

Kühlleistung und Fazit

Wir testeten das aquadrive mit einer alten 20 GB-Festplatte von Seagate mit 5400 U/Min sowie einer Platte der Barracuda-Baureihe aus dem selben Haus in der 7200 U/Min-Variante. Die Temperaturen wurden nach zwei Stunden Idle-Betrieb bzw. zwei Stunden simulierter Volllast bei einer Raumtemperatur von 22,5 °C gemessen.

Festplattentemperatur im Aquadrive (°C)
 
27.0
20 GB, 5400 U/Min (Idle)
 
32.0
20 GB, 5400 U/Min (Last)
 
29.0
80 GB, 7200 U/Min (Idle)
 
34.0
80 GB, 7200 U/Min (Last)

Insgesamt hinterlässt das aquadrive einen guten Eindruck. Die Verarbeitung ist, wie von aqua computer gewohnt, tückenlos und zeugt von Qualität. Die Edelstahl-Titan-Mischung wirkt edel, aber nicht langweilig. Für Modder ist die "Special Edition" sehr interessant und bietet weitere Möglichkeiten.

Mit der mitgelieferten Dämmung erreicht man durchaus gute Ergebnisse, allerdings empfehlen wir trotzdem die Investition in die EvoEQ-Dämmmatten und die komplette Verkleidung des aquadrives damit um eine perfekte Dämmung zu erhalten. Low-Noise-Festplatten sind im aquadrive kaum zu hören, ältere und laute Modelle kann man allerdings immer noch vernehmen. Auch hier lässt durch den Umbau der Dämmung ein besseres Ergebnis erzielen. Beim Wort Investition kommt man auch zum einzigen Punkt, der einen beim Kauf zögern lässt: Der Preis von 82,49 € (in der getesteten Titan-Version) ist sicherlich nicht niedrig, bei Betrachtung der Qualtität und der Verarbeitung jedoch durchaus gerechtfertigt.

modforge-Empfehlungs-Award

Von uns gibt es auf jeden Fall eine Kaufempfehlung und unsere Empfehlung der Redaktion.

Unser Dank geht an dieser Stelle an Noiseblocker, die so freundlich waren uns die EvoEQ-Dämmmatten für den Umbau zu überlassen!

Erwerben kann man das aquadrive bei aqua computer oder bei einem der Reseller.